{"id":323,"date":"2020-12-17T19:20:40","date_gmt":"2020-12-17T18:20:40","guid":{"rendered":"https:\/\/offensive-gewerkschaftspolitik.de\/?p=323"},"modified":"2021-01-08T12:34:39","modified_gmt":"2021-01-08T11:34:39","slug":"bericht-ogp-zooms-20-24-november-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/offensive-gewerkschaftspolitik.de\/index.php\/2020\/12\/17\/bericht-ogp-zooms-20-24-november-2020\/","title":{"rendered":"Bericht OGP-ZOOMs 20.-24. November 2020"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>ZOOM-Veranstaltung mit Klaus D\u00f6rre<\/strong>: <strong>Die IG Metall in der \u00f6konomisch-\u00f6kologischen Zangenkrise \u2013 Herausforderungen und Perspektiven<\/strong> <strong>21.11.2020<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00d6konomisch-\u00f6kologische Zangenkrise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In dem Zoom mit 34 Kolleginnen und Kollegen erl\u00e4uterte der Jenaer Soziologieprofessor Klaus D\u00f6rre seinen Begriff der \u00f6konomisch-\u00f6kologischen Zangenkrise und ging ausf\u00fchrlich auf die daraus resultierenden Herausforderungen f\u00fcr die IG Metall ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Er stellte klar, dass der mit stetigem Wirtschaftswachstum im Kapitalismus verkn\u00fcpfte Ressourcenverbrauch und CO2-Austo\u00df an klare \u00f6kologische Grenzen st\u00f6\u00dft und warb f\u00fcr eine Nachhaltigkeitsrevolution.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland m\u00fcsse diese besonders beim Individualverkehr ansetzen: u.a. wegen einer Modellpolitik, die vor allem auf schwere Wagen mit hohem Benzinverbrauch (wie SUVs) setze habe dieser seit Jahren nicht zu einer Reduzierung des CO2 Aussto\u00dfes beigetragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig d\u00fcrfe man sich \u00fcber die \u00f6kologische Nachhaltigkeit der E-Mobilit\u00e4t keine Illusionen machen. Sie bewege sich in etwa auf dem Niveau der neuesten Verbrenner. Dennoch werde der Umbau in Richtung E-Mobilit\u00e4t kommen und m\u00fcsse gestaltet werden. Eigentlich notwendig w\u00e4re aber ein grundlegend ver\u00e4ndertes nachhaltiges Verkehrsmodell, das u.a. auf einem Ausbau des \u00f6ffentlichen Personenverkehrs basieren und deutlich weniger Autos ben\u00f6tigen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rolle der Gewerkschaften<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der \u00f6kologischen Krise progressive Politik machen \u2013 f\u00fcr Klaus D\u00f6rre eine schwierige, aber zentrale Aufgabe der Gewerkschaften.<\/p>\n\n\n\n<p>Linke Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wie die Initiative offensive Gewerkschaftspolitik m\u00fcssten mit dazu beitragen, eine progressive Strategie zu entwickeln, die den Herausforderungen der Transformation offensiv begegnet und damit auch eine gesellschaftsgestaltende Funktion \u00fcbernimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus D\u00f6rre hob positiv hervor, dass die IG Metall die Klimaziele des Pariser Abkommens vertritt und auf die Klimabewegung zugeht. In der Corona-Krise bestehe aber die Gefahr, dass diese Linie aufgeweicht werde. Die Forderung der IG Metall nach einer Subvention der Verbrenner sei ein R\u00fcckschritt gewesen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Hinwendung zu Umweltthemen (\u201eclimate turn\u201c) sei f\u00fcr die IG Metall angesichts der Herausforderung des Umbaus der Industrie auch aus b\u00fcndnispolitischen Gr\u00fcnden hilfreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass es in der Umweltbewegung Offenheit gegen\u00fcber einer Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften gibt, unterstrich Klaus D\u00f6rre nachdr\u00fccklich. Er w\u00fcrde in Teilen der Umweltbewegung einen \u201elabour turn\u201c beobachten, wie er beispielhaft in der Unterst\u00fctzung der Tarifrunde im \u00f6ffentlichen Nahverkehr durch Fridays for Future, aber auch an dem regen Interesse von BUND und anderen Organisationen an den Gewerkschaften deutlich werde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Debatte und konkrete Ans\u00e4tze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion best\u00e4tigten einige Teilnehmer die Einsch\u00e4tzung von Klaus D\u00f6rre, dass viele Besch\u00e4ftigte in der Automobilindustrie ein umfassendes Bewusstsein der Krise ihrer Branchen haben. Die Gewerkschaft k\u00f6nne mit ihnen daher ehrlich \u00fcber das Ausma\u00df des sich abzeichnenden Wandels ihrer Branche sprechen, ohne an Ansehen zu verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade mit Blick aus der Angestelltenarbeit wurde daf\u00fcr pl\u00e4diert, die Kompetenzen der Ingenieure in Bezug auf betriebliche Abl\u00e4ufe und Produktentwicklung f\u00fcr die Gewerkschaftsarbeit zu nutzen, zumal f\u00fcr viele dieser Kolleginnen und Kollegen \u00f6kologische Grund\u00fcberzeugungen h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>Erw\u00e4hnt wurden in der Debatte aktuelle Konversionsinitiativen in vielen Betrieben. Diese seien es wert, auch wissenschaftlich genauer betrachtet und ausgewertet zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In Bezug auf Konversion wurde in der Diskussion immer wieder auf die Brosch\u00fcre der IG Metall \u201eAuto, Umwelt und Verkehr\u201c verwiesen  und gefordert an die darin festgehaltene Konversionsdebatte der IG Metall in den 1980er Jahren anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr eine engere Zusammenarbeit mit der Umweltbewegung kam wiederum aus Frankfurt. Hier lud die IG Metall Gesch\u00e4ftsstelle die Umweltorganisationen vor Ort zu einem lokalen Ratschlag ein und ging so einen ersten Schritt in Richtung Austausch und Zusammenarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/offensive-gewerkschaftspolitik.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/20.11.2020-IG-Metall-Gewerkschaften_Zangenkrise_end_neu.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00e4sentation von Klaus D\u00f6rre<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><span class=\"has-inline-color has-black-color\">Aktuelle Neuerscheinungen von Klaus D\u00f6rre zum Thema:<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><span class=\"has-inline-color has-black-color\"><strong><a href=\"http:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s11609-020-00416-4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Klaus D\u00f6rre: \u201eDie Corona-Pandemie \u2013 eine Katastrophe mit Sprengkraft\u201c<\/a><\/strong>  (kann kostenlos runtergeladen werden)<\/span><\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong><a href=\"https:\/\/offensive-gewerkschaftspolitik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/SPW-Doerre-Sozialismus.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Klaus D\u00f6rre: Sozialismus \u2013 nachhaltig, \u00f6kologisch und sozial, aber nur in Ma\u00dfen digital<\/a><\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong><a href=\"https:\/\/offensive-gewerkschaftspolitik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/SPW-Doerre-Gewerkschaften-und-Nachhaltigkeit.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Klaus D\u00f6rre: Die Gewerkschaften \u2013 progressive Akteure einer Nachhaltigkeitsrevolution?<\/a><\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitsgruppen zu den Herausforderungen der IG Metall<\/strong> (<strong>23.11.2020<\/strong>)<\/p>\n\n\n\n<p>In den thematischen Online-Arbeitsgruppen wurden in kleinerem Rahmen die Debatte mit Christiane Benner vorbereitet. Wir dokumentieren die gemeinsam erarbeiteten Fragen und Thesen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>AG 1: Die IG Metall vor der Tarifrunde 2021.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Au\u00dfenwirkung der Tarifbewegung<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Wie beteiligen wir B\u00fcndnispartner? Welche Anforderungen haben wir an die Politik?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Qualifizierung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wie gelingt es uns, das Thema Qualifizierung zur Bew\u00e4ltigung der Transformation tarifpolitisch zu begleiten?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Mobilisierung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wie werden die vielen guten Beispiele, die es schon gibt, verbreitet? Welche Ideen\/Konzepte gibt es schon?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/offensive-gewerkschaftspolitik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/AG-1-OGP-Zoom-Nov-2020.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00e4sentation<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>AG 2: Strukturwandel der Industrie \u2013 Transformation, Besch\u00e4ftigungssicherung, Mitbestimmung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Wird die IG Metall eine Kampagne zur Wirtschaftsdemokratie starten so wie es der Gewerkschaftstag beschlossen hat?<\/li><\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die jetzige Krise zeigt die Schw\u00e4che des bestehenden Wirtschaftssystems. Wird die IG Metall wieder Kapitalismus kritischer?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der europ\u00e4ische Stahl soll \u00f6kologischer werden. Wie stellen wir sicher, dass diese gesellschaftspolitischen Ziele auch eingehalten werden?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Debatte in der Arbeitsgruppe wurde mit einem Input von Robert Sadowsky er\u00f6ffnet. Er zeigte auf, dass wir uns derzeit in einer besonderen Situation befinden. In der Corona Pandemie sind wir weiterhin mit der Transformation, der Dekarbonisierung und der Digitalisierung der Arbeitswelt konfrontiert, um nur einige Herausforderungen zu nennen. Gleichzeitig befinden wir uns in einer tiefen wirtschaftlichen Krise, auf die viele Unternehmen reflexartig mit der Ank\u00fcndigung von Massenentlassungen, Standortverlagerungen und -schlie\u00dfungen reagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei stellt sich die Frage, ob aus unserer Sicht die Sicherung der vorhandenen Arbeitspl\u00e4tze die wichtigste Aufgabe einer Gewerkschaft ist und ob Besch\u00e4ftigungssicherung immer gleichbedeutend mit dem Verzicht von Besch\u00e4ftigten auf tarifliche Leistungen einhergehen muss. Wie ist es bei alldem aber um die Demokratisierung der Wirtschaft bestellt? Erkaufen wir uns durch den Verzicht mehr Mitbestimmung?<\/p>\n\n\n\n<p>Der aktuelle rechtliche Rahmen mit Betriebsverfassungsgesetz, Drittelbeteiligungsgesetz, Montanmitbestimmung und Mitbestimmungsgesetz bleibt widerspr\u00fcchlich. Dient er der Einbindung der ArbeitnehmerInnen im Sinne des Kapitalinteresses oder kann er als Ausgangspunkt zur Mobilisierung f\u00fcr mehr Demokratie genutzt werden?<\/p>\n\n\n\n<p>In der Diskussion zeigt sich die Bandbreite des Themas. Einig war man sich zum Schluss darin, dass die Forderung nach kleineren Schritten hin zu einer Demokratisierung der Wirtschaft nicht automatisch die bestehenden Widerspr\u00fcche aufl\u00f6sen wird. Ohne klare Standortbestimmung und ohne einzufordern, dass unternehmerische Entscheidungen sozialen und \u00f6kologischen Kriterien unterworfen werden m\u00fcssen, bleibt man bei der Mitbestimmung im Co-Management h\u00e4ngen. Hier muss auch die IG Metall mutiger werden und ihren Mitgliedern und Aktiven mehr politische Orientierung bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Potenzial daf\u00fcr ist da. In vielen Beteiligungsprozessen hat sich gezeigt, dass Besch\u00e4ftigte durchaus in der Lage sind, weiter zu denken als ihre Manager. Nat\u00fcrlich ist auch eine solche auf Beteiligung und Selbstbestimmung der Besch\u00e4ftigten setzende Ver\u00e4nderung in den Unternehmen nicht frei von Widerspr\u00fcchen, aber auch hier w\u00e4re es im Zweifel Aufgabe unserer Gewerkschaft, vom Betrieb aus politisch zu denken, um zu verhindern, dass mehr Mitbestimmung lediglich zu einer Steigerung der Selbstausbeutung missbraucht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der Teilnehmenden der Arbeitsgruppe ist es wichtig, dass die IG Metall die Diskussion \u00fcber die weitere Demokratisierung unserer Wirtschaft intensiviert und breit f\u00fchrt. Neben unmittelbaren Forderungen nach einer Ver\u00e4nderung der rechtlichen Grundlagen der Unternehmensmitbestimmung ist aber ebenso wichtig, eben jene soziale und \u00f6kologische Standortbestimmung einzufordern, damit wir uns nicht nur <em>\u201e\u2026.darauf beschr\u00e4nken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu f\u00fchren, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu \u00e4ndern, statt ihre organisierten Kr\u00e4fte zu gebrauchen als einen Hebel zur schlie\u00dflichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endg\u00fcltigen Abschaffung des Lohnsystems.( Lohn Preis Profit, Marx Engels Werke Bd 16 S.152)\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/offensive-gewerkschaftspolitik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/AG-2-OGP-Zoom-Nov-2020.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00e4sentation<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>AG 3: Corona-Krise: Abwehrkampf oder neuer Anlauf f\u00fcr Daseinsvorsorge, soziale Absicherung und Umverteilung?<br><br><\/strong>1. Wir brauchen eine sozialstaatliche Umverteilungskampagne mit der Generalbotschaft \u201eDer Sozialstaat ist mehr wert als er kostet\u201c. Diese Kampagne muss Bestandteil der Gesamtkampagne zur Transformation sein.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wir brauchen Botschaften von Umverteilung, Vollversorgung, gerechter (parit\u00e4tischer) halbe\/halbe Finanzierung, Umlagefinanzierung statt Kasino usw.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Das muss sich symbolisch an konkreten Forderungen festmachen, z.B.:<ul><li>Verm\u00f6gensabgabe<\/li><\/ul><ul><li>Senkung statt Erh\u00f6hung der Rentengrenze (in Kombi mit Ausbildung)<\/li><\/ul><ul><li>Keine \u201cNachbesteuerung\u201c (Progressionsvorbehalt) des KuG<\/li><\/ul><ul><li>Wirkliche halbe\/halbe Finanzierung der Krankenkasse<\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Kampagne muss im B\u00fcndnis mit allen DGB-Gewerkschaften, Initiativen etc. mit Blick auf die Bundestagswahl durchgef\u00fchrt werden und von der Dimension her (vorbehaltlich Corona) der Fairwandel-Demo entsprechen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/offensive-gewerkschaftspolitik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/AG-3-OGP-Zoom-Nov-2020.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00e4sentation<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>ZOOM-Veranstaltung mit Christiane Benner<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tarifrunde, Transformation, Mitbestimmung \u2013 Wie bestreitet die IG Metall die laufenden Konflikte?<\/strong> <strong>24.11.2020<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Leider konnte auch die geplante Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit unserer Zweiten Vorsitzenden, Christiane Benner, nur virtuell stattfinden. Trotzdem wurde mit ihr eine spannende und lebhafte Diskussion gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn wurden aus den drei Arbeitsgruppen, die am Vortag zusammengekommen waren, kurze Fragen und Anmerkungen zur Politik unserer IG Metall vorgetragen.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem anschlie\u00dfenden Referat (Link zu den Folien) behandelte Christiane vier Themenbereiche:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die aktuelle Situation (wirtschaftlich, sozialpolitisch, Transformation)<\/li><li>Wie stellt sich die IG Metall tarif- und verteilungspolitisch auf?<\/li><li>Initiative Mitbestimmung und \u201efairwandel\u201c<\/li><li>St\u00e4rkung gewerkschaftlicher Durchsetzungsmacht<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die anschlie\u00dfende Diskussion behandelte ein gro\u00dfes Themenspektrum vom Kampf gegen Rechts \u00fcber B\u00fcndnisarbeit mit anderen sozialen Bewegungen, erweiterte Formen von basisorientierter Mitbestimmung, beteiligungsorientierten Formen gewerkschaftlichen Kampfes zur Bildung von Konflikterfahrung und Konfliktbewusstsein bis hin zur Frage, wie in den anstehenden Tarifrunden (Metall- und Elektro, Stahl, Textil) eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Durchsetzungskraft erreicht werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Christiane Benner zum Kampf gegen Rechts: \u201eBeteiligungserfahrung ist ein guter Schutz gegen Rechtspopulismus und antidemokratische Haltungen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema \u201eWirtschaftsdemokratie\u201c definierte Christiane so: \u201eHier braucht es eine Runderneuerung der Mitbestimmung \u2013 nicht nur ein Facelift. Ein gewaltiges Aufgabenpaket umfasst das Betriebsverfassungsrecht, die Unternehmensmitbestimmung und die Europ\u00e4ischen Betriebsr\u00e4te. Z. B. muss der Interessenausgleich erzwingbar werden!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Debatte zu diesen Themen muss jetzt in allen Gremien der IG Metall &#8211; wie DV, OV, TK, Beirat und Vorstand \u2013 gef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der gro\u00dfen \u00dcbereinstimmung bez\u00fcglich der Ziele, die es zu erreichen gilt, so meinten abschlie\u00dfend die Diskussionsteilnehmenden und die Referentin, kommt es darauf an, auf allen Ebenen der Organisation eine reale Bewegung daf\u00fcr zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu beizutragen, hat sich die Initiative f\u00fcr eine offensive Gewerkschaftspolitik zur Aufgabe gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/offensive-gewerkschaftspolitik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/201124-Offensive-Gewerkschaftspolitik_Christiane-Benner.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00e4sentation von Christiane Benner<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ZOOM-Veranstaltung mit Klaus D\u00f6rre: Die IG Metall in der \u00f6konomisch-\u00f6kologischen Zangenkrise \u2013 Herausforderungen und Perspektiven 21.11.2020 \u00d6konomisch-\u00f6kologische Zangenkrise In dem Zoom mit 34 Kolleginnen und Kollegen erl\u00e4uterte der Jenaer Soziologieprofessor Klaus D\u00f6rre seinen Begriff der \u00f6konomisch-\u00f6kologischen Zangenkrise und ging ausf\u00fchrlich auf die daraus resultierenden Herausforderungen f\u00fcr die IG Metall ein. 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